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Kita-Nachhaltigkeits-Audit

Ein wiederholbares Selbst-Audit für Nachhaltigkeit in der Kita: 30 Prüfpunkte in 4 Handlungsfeldern, Reflexionsfragen fürs Team und ein 30-Tage-Aktionsplan. Plant für die erste Runde etwa 60 Minuten ein.

  • 30 Prüfpunkte
  • 4 Handlungsfelder
  • 30-Tage-Aktionsplan
Nachhaltigkeits-Audit

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DOCX und ODT lassen sich frei bearbeiten und an eure Einrichtung anpassen.

Was drin ist

Vier Handlungsfelder für euren Kita-Alltag

1

Beschaffung

Prüft, wie ihr Papier, Reinigungsmittel, Spielzeug und Textilien auswählt. Auch Leihen, Tauschen, Reparieren und eine gemeinsame Beschaffungsleitlinie gehören dazu.

2

Ernährung und Verpflegung

Nehmt Speiseplan, Getränke, Bio-Anteil, saisonale Lebensmittel und Essensreste in den Blick. Das Audit fragt auch, wie Kinder an der Speiseplanung mitwirken.

3

Abfall und Ressourcen

Bewertet Mülltrennung, Kompost, Mehrweg, Reparatur-Routinen sowie euren Umgang mit Energie, Wasser und Papier. Entscheidend ist, welche Kreisläufe Kinder selbst erleben können.

4

Kinderbeteiligung

Prüft, wo Kinder wirklich mitentscheiden, Verantwortung übernehmen und sich beschweren können. Kinderkonferenzen, sichtbare Abstimmungen und eigene Projektideen machen Beteiligung konkret.

In fünf Schritten

So funktioniert das Audit

  1. 1

    Ausfüllen

    Geht die 30 Prüfpunkte in etwa 30 bis 45 Minuten am besten zu zweit durch.

  2. 2

    Auswerten

    Zählt die Punkte je Handlungsfeld zusammen und übertragt sie in euer Profil.

  3. 3

    Reflektieren

    Besprecht die Fragen des schwächsten Handlungsfelds in der nächsten Teamsitzung.

  4. 4

    Handeln

    Wählt wenige konkrete Maßnahmen und plant ihre Umsetzung für die nächsten 30 Tage.

  5. 5

    Wiederholen

    Führt das Audit nach 12 Monaten erneut durch und vergleicht eure Profile.

BNE im ganzen Haus

Warum ein Audit und kein weiterer Leitfaden

Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) soll Kinder zu zukunftsfähigem Denken und Handeln befähigen. De Haan beschreibt diese Gestaltungskompetenz als die Fähigkeit, Probleme nicht nachhaltiger Entwicklung zu erkennen und Wissen über nachhaltige Entwicklung anzuwenden. In der Kita entsteht sie dort, wo Kinder echte Zusammenhänge erleben und mitentscheiden.

Der Whole Institution Approach der UNESCO betrachtet deshalb nicht nur einzelne Projekte, sondern die ganze Einrichtung. Pädagogik und Alltagsbetrieb sollen zusammenpassen, von der Beschaffung und Verpflegung bis zum Umgang mit Ressourcen und zur Beteiligung der Kinder.

Das Selbst-Audit setzt dieses Prinzip in eine überprüfbare Bestandsaufnahme um. Es ist eine Ergänzung zu bestehenden BNE-Handreichungen, Fortbildungen und Auszeichnungsverfahren, nie ein Ersatz dafür. Beteiligung und geeignete Beschwerdeverfahren sind außerdem Voraussetzung für die Betriebserlaubnis nach § 45 Abs. 2 Nr. 4 SGB VIII.

Freie Lizenz

CC BY 4.0

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