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Kinderrechte-Poster für die Kita

Zehn Rechte für euren Kita-Alltag als A3-Poster und A4-Druckversion. Dazu bekommst du eine Gesprächshilfe, mit der dein Team die Aussagen Schritt für Schritt in echten Alltagssituationen aufgreifen kann.

  • A3 und A4
  • 5-seitiges PDF
  • Ohne Anmeldung
Vorschau des Posters mit zehn Kinderrechten für den Kita-Alltag

Direkt herunterladen

Poster und Gesprächshilfe in einer Datei

Kein Newsletter und keine E-Mail-Adresse. Lade das PDF herunter und drucke entweder das große A3-Poster oder die neu gesetzte A4-Version für einen Standarddrucker.

Kinderrechte-Poster als PDF

Das ist im Download

Poster, Druckversion und Gesprächshilfe

  • Seite 1 Abtrennbares Deckblatt mit Druckhinweis
  • Seite 2 A3-Hauptposter mit zehn Rechtekacheln
  • Seite 3 Eigenständig gesetzte A4-Druckversion
  • Seite 4 Gesprächshilfe mit Fragen, Beispielen und Hinweisen
  • Seite 5 Abtrennbare Rückseite mit weiterführendem Angebot

Die eigentlichen Nutzseiten sind white-label und enthalten weder Logo noch Werbung. Deck- und Schlussseite lassen sich vor dem Aushang abtrennen.

A3 für den gemeinsamen Blick

Nutzt das große Poster dort, wo Kinder und Erwachsene gemeinsam davorstehen können. Die Kacheln sind Gesprächsanfänge. Sie müssen nicht alle gleichzeitig besprochen werden.

A4 für kleine Gesprächsorte

Die eigene A4-Fassung passt auf einen Standarddrucker und eignet sich für einen geschützten Gesprächsbereich, den Teamtag oder eine einzelne Kinderkonferenz.

Auch als zugängliche HTML-Liste

Diese zehn Kinderrechte zeigt das Poster

Die Auswahl orientiert sich an der VN-Kinderrechtskonvention. Sie ist keine vollständige Wiedergabe aller 54 Artikel und keine amtliche Übersetzung. Die Fundstellen helfen deinem Team, jede Aussage im vollständigen Konventionstext nachzulesen.

  1. 1. Gleichbehandlung

    Art. 2

    Alle Kinder haben die gleichen Rechte.

  2. 2. Kindeswohl und Fürsorge

    Art. 3

    Wenn Erwachsene für mich entscheiden, achten sie besonders darauf, was für mich gut ist.

  3. 3. Leben und Entwicklung

    Art. 6

    Ich habe das Recht zu leben und mich gut zu entwickeln.

  4. 4. Name und Identität

    Art. 7 und 8

    Ich habe einen Namen. Meine Familie und das, was mich ausmacht, werden geschützt.

  5. 5. Meinung und Beteiligung

    Art. 12 und 13

    Ich darf sagen und zeigen, was ich denke. Erwachsene hören mir zu und nehmen meine Meinung ernst.

  6. 6. Privatsphäre und Grenzen

    Art. 16

    Meine privaten Dinge werden geachtet. Beim Umziehen und auf der Toilette achten Erwachsene auf meine Grenzen.

  7. 7. Schutz vor Gewalt

    Art. 19

    Niemand darf mir weh tun oder mich schlecht behandeln. Wenn etwas nicht okay ist, darf ich Hilfe holen.

  8. 8. Inklusion und Unterstützung

    Art. 23 in Verbindung mit Art. 2

    Wenn ich wegen einer Behinderung Unterstützung brauche, habe ich ein Recht darauf und soll mitmachen können.

  9. 9. Gesundheit

    Art. 24

    Ich habe ein Recht auf Hilfe, wenn ich krank bin, und darauf, gesund aufzuwachsen.

  10. 10. Spiel, Ruhe und Kultur

    Art. 31

    Ich darf spielen, mich ausruhen und kreativ sein.

Den vollständigen Text findest du beim Bundesfamilienministerium.

Im Alltag einführen

So wird aus dem Poster mehr als Wanddekoration

  1. 1

    Ein Recht auswählen

    Greift eine Aussage auf, die zu einer aktuellen Alltagssituation passt. Zehn Rechte in einer einzigen Einheit können schnell überfordern.

  2. 2

    Zeigen, fragen und beobachten

    Verbindet Satz und Symbol mit einer offenen Frage. Bei jüngeren Kindern zählen auch Blick, Geste, Abstand und andere nonverbale Reaktionen.

  3. 3

    Einen echten Weg dahinterlegen

    Klärt, wo Kinder ihre Meinung zeigen, widersprechen, Hilfe holen oder eine andere Ansprechperson erreichen können. Gebt anschließend verständlich Rückmeldung.

Direkt mit Kindern aufgreifen

Vier Gesprächsimpulse zum Kinderrechte-Poster

Ein guter Einstieg fragt nicht nach einer richtigen Antwort, sondern nach erlebbaren Situationen. Wählt eine passende Kachel und greift auf, was Kinder sagen, zeigen oder durch Abstand und Nähe ausdrücken.

Meinung und Beteiligung

„Wobei möchtest du heute mitentscheiden?“

Sammelt echte Wahlmöglichkeiten für den aktuellen Tag. Erklärt ebenso verständlich, welche Entscheidung Erwachsene treffen und warum.

Privatsphäre und Grenzen

„Wie kannst du zeigen, dass du Abstand brauchst?“

Sammelt Wörter, Gesten und andere Signale. Das Team klärt anschließend, wie Erwachsene reagieren und notwendige Hilfe ankündigen.

Schutz vor Gewalt

„Zu wem kannst du gehen, wenn etwas nicht okay ist?“

Macht mehrere erreichbare Hilfewege sichtbar, ohne Kinder vor der Gruppe nach eigenen belastenden Erlebnissen zu fragen.

Spiel, Ruhe und Kultur

„Wo kannst du spielen, wo kannst du dich ausruhen?“

Geht die vorhandenen Orte gemeinsam durch. Notiert, was gut funktioniert und wo Kinder im Tagesablauf noch eine andere Möglichkeit brauchen.

Wichtige Grenze

Schutz, Hilfe und Beschwerden brauchen echte Verfahren

Ein Poster macht Rechte sichtbar. Es ersetzt weder ein Schutzkonzept noch Beteiligungs- und Beschwerdeverfahren. § 45 Abs. 2 Satz 2 Nr. 4 SGB VIII verlangt geeignete Verfahren der Selbstvertretung und Beteiligung sowie interne und externe Beschwerdemöglichkeiten. Die Pflicht, ein Konzept zu entwickeln, anzuwenden und zu überprüfen, bezieht sich dort auf den Schutz vor Gewalt.

Nutzt die Schutz-vor-Gewalt-Kachel nicht für eine gruppenöffentliche Fallklärung. Wenn ein Kind von einer aktuellen Gefahr erzählt, hört ruhig zu, stellt keine suggestiven Detailfragen, dokumentiert spontane Aussagen sachlich und folgt eurem vereinbarten Schutzverfahren.

Vertiefung findest du im Praxisartikel zu Partizipation und im Guide zum Kinderschutzkonzept.

Altersnah und zugänglich vorbereitet

Text, Symbol und Gespräch gehören zusammen

Die Rechte stehen in kurzen Ich-Sätzen, werden nicht allein durch Farbe unterschieden und liegen im PDF als auswählbarer Text vor. Die Datei enthält Tags und eine festgelegte Lesereihenfolge. Auf dieser Seite steht zusätzlich dieselbe Rechteauswahl als HTML-Liste.

Trotzdem ist ein Poster nicht für jedes Kind selbsterklärend. Besonders bei U3-Kindern bleibt die mündliche Begleitung entscheidend. Greift einzelne Rechte auf und prüft im Gespräch, wie die Kinder die Formulierungen und Symbole verstehen. Eine allgemeine U3-Verständlichkeit oder vollständige Barrierefreiheit wird damit nicht zugesichert.

Partizipation systematisch im Alltag verankern

Das Poster ist der Gesprächseinstieg. Für Rechteklärung, Kinderkonferenz, Beschwerdewege, Entscheidungsspielräume und Teamreflexion bietet das Partizipations-Gesamtpaket die ausführlichen Arbeitsmaterialien. Welche Unterlagen Träger oder zuständige Behörde erwarten, klärst du vor Ort.