Meinung und Beteiligung
„Wobei möchtest du heute mitentscheiden?“
Sammelt echte Wahlmöglichkeiten für den aktuellen Tag. Erklärt ebenso verständlich, welche Entscheidung Erwachsene treffen und warum.
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Zehn Rechte für euren Kita-Alltag als A3-Poster und A4-Druckversion. Dazu bekommst du eine Gesprächshilfe, mit der dein Team die Aussagen Schritt für Schritt in echten Alltagssituationen aufgreifen kann.
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Kein Newsletter und keine E-Mail-Adresse. Lade das PDF herunter und drucke entweder das große A3-Poster oder die neu gesetzte A4-Version für einen Standarddrucker.
Kinderrechte-Poster als PDFDas ist im Download
Die eigentlichen Nutzseiten sind white-label und enthalten weder Logo noch Werbung. Deck- und Schlussseite lassen sich vor dem Aushang abtrennen.
Nutzt das große Poster dort, wo Kinder und Erwachsene gemeinsam davorstehen können. Die Kacheln sind Gesprächsanfänge. Sie müssen nicht alle gleichzeitig besprochen werden.
Die eigene A4-Fassung passt auf einen Standarddrucker und eignet sich für einen geschützten Gesprächsbereich, den Teamtag oder eine einzelne Kinderkonferenz.
Auch als zugängliche HTML-Liste
Die Auswahl orientiert sich an der VN-Kinderrechtskonvention. Sie ist keine vollständige Wiedergabe aller 54 Artikel und keine amtliche Übersetzung. Die Fundstellen helfen deinem Team, jede Aussage im vollständigen Konventionstext nachzulesen.
Alle Kinder haben die gleichen Rechte.
Wenn Erwachsene für mich entscheiden, achten sie besonders darauf, was für mich gut ist.
Ich habe das Recht zu leben und mich gut zu entwickeln.
Ich habe einen Namen. Meine Familie und das, was mich ausmacht, werden geschützt.
Ich darf sagen und zeigen, was ich denke. Erwachsene hören mir zu und nehmen meine Meinung ernst.
Meine privaten Dinge werden geachtet. Beim Umziehen und auf der Toilette achten Erwachsene auf meine Grenzen.
Niemand darf mir weh tun oder mich schlecht behandeln. Wenn etwas nicht okay ist, darf ich Hilfe holen.
Wenn ich wegen einer Behinderung Unterstützung brauche, habe ich ein Recht darauf und soll mitmachen können.
Ich habe ein Recht auf Hilfe, wenn ich krank bin, und darauf, gesund aufzuwachsen.
Ich darf spielen, mich ausruhen und kreativ sein.
Den vollständigen Text findest du beim Bundesfamilienministerium.
Im Alltag einführen
Greift eine Aussage auf, die zu einer aktuellen Alltagssituation passt. Zehn Rechte in einer einzigen Einheit können schnell überfordern.
Verbindet Satz und Symbol mit einer offenen Frage. Bei jüngeren Kindern zählen auch Blick, Geste, Abstand und andere nonverbale Reaktionen.
Klärt, wo Kinder ihre Meinung zeigen, widersprechen, Hilfe holen oder eine andere Ansprechperson erreichen können. Gebt anschließend verständlich Rückmeldung.
Direkt mit Kindern aufgreifen
Ein guter Einstieg fragt nicht nach einer richtigen Antwort, sondern nach erlebbaren Situationen. Wählt eine passende Kachel und greift auf, was Kinder sagen, zeigen oder durch Abstand und Nähe ausdrücken.
Meinung und Beteiligung
Sammelt echte Wahlmöglichkeiten für den aktuellen Tag. Erklärt ebenso verständlich, welche Entscheidung Erwachsene treffen und warum.
Privatsphäre und Grenzen
Sammelt Wörter, Gesten und andere Signale. Das Team klärt anschließend, wie Erwachsene reagieren und notwendige Hilfe ankündigen.
Schutz vor Gewalt
Macht mehrere erreichbare Hilfewege sichtbar, ohne Kinder vor der Gruppe nach eigenen belastenden Erlebnissen zu fragen.
Spiel, Ruhe und Kultur
Geht die vorhandenen Orte gemeinsam durch. Notiert, was gut funktioniert und wo Kinder im Tagesablauf noch eine andere Möglichkeit brauchen.
Wichtige Grenze
Ein Poster macht Rechte sichtbar. Es ersetzt weder ein Schutzkonzept noch Beteiligungs- und Beschwerdeverfahren. § 45 Abs. 2 Satz 2 Nr. 4 SGB VIII verlangt geeignete Verfahren der Selbstvertretung und Beteiligung sowie interne und externe Beschwerdemöglichkeiten. Die Pflicht, ein Konzept zu entwickeln, anzuwenden und zu überprüfen, bezieht sich dort auf den Schutz vor Gewalt.
Nutzt die Schutz-vor-Gewalt-Kachel nicht für eine gruppenöffentliche Fallklärung. Wenn ein Kind von einer aktuellen Gefahr erzählt, hört ruhig zu, stellt keine suggestiven Detailfragen, dokumentiert spontane Aussagen sachlich und folgt eurem vereinbarten Schutzverfahren.
Vertiefung findest du im Praxisartikel zu Partizipation und im Guide zum Kinderschutzkonzept.
Altersnah und zugänglich vorbereitet
Die Rechte stehen in kurzen Ich-Sätzen, werden nicht allein durch Farbe unterschieden und liegen im PDF als auswählbarer Text vor. Die Datei enthält Tags und eine festgelegte Lesereihenfolge. Auf dieser Seite steht zusätzlich dieselbe Rechteauswahl als HTML-Liste.
Trotzdem ist ein Poster nicht für jedes Kind selbsterklärend. Besonders bei U3-Kindern bleibt die mündliche Begleitung entscheidend. Greift einzelne Rechte auf und prüft im Gespräch, wie die Kinder die Formulierungen und Symbole verstehen. Eine allgemeine U3-Verständlichkeit oder vollständige Barrierefreiheit wird damit nicht zugesichert.
Das Poster ist der Gesprächseinstieg. Für Rechteklärung, Kinderkonferenz, Beschwerdewege, Entscheidungsspielräume und Teamreflexion bietet das Partizipations-Gesamtpaket die ausführlichen Arbeitsmaterialien. Welche Unterlagen Träger oder zuständige Behörde erwarten, klärst du vor Ort.
Checkliste Kindeswohlgefährdung
Beobachtung, Beratung und nächste Schritte nach § 8a strukturieren.
Kostenlos ansehenRegelkarten für die Kita
Acht positiv formulierte Karten mit Hintergrundwissen fürs Team.
Kostenlos ansehenTeamsitzung-Agenda
Tagesordnung, Beschlüsse und Warm-up-Ideen auf einer Seite.
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