Ein starres Programm vorgeben
Wenn jede Aktivität schon vor der Beobachtung feststeht, wird aus pädagogischer Planung ein Stundenplan. Lasst Angebote veränderbar und macht spontane Interessen sichtbar.
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Plane von der Beobachtung bis zum Wochenrückblick und leite daraus eine reduzierte Ansicht für Kinder und Eltern ab. Du erhältst ein ausfüllbares PDF sowie DOCX und ODT zum lokalen Bearbeiten.
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Die lokal bearbeitbare Variante für LibreOffice mit derselben Zwei-Seiten-Struktur.
Zuerst den Zweck klären
Derselbe Begriff wird für verschiedene Dokumente verwendet. Diese Vorlage plant keine Mahlzeiten und keine Personalbesetzung. Sie verbindet Beobachtung, pädagogische Absicht, Beteiligung und Reflexion auf Gruppenebene. Aus der internen Planung entsteht anschließend eine eigene, reduzierte Information für Kinder und Eltern.
Ein pädagogischer Kreislauf
Die Bildungsgrundsätze Nordrhein-Westfalen beschreiben Beobachtung und die Erfassung individueller Voraussetzungen als Grundlage der Planung und Gestaltung von Bildungsprozessen. Das Berliner Bildungsprogramm betont zugleich, dass Bildungsprozesse geplant und spontan stattfinden. Genau diese Verbindung bildet die Vorlage ab.
Haltet ein Interesse, eine Frage oder eine Handlung fest, die bei mehreren Kindern oder in der Gruppe sichtbar wird.
Fragt, welcher Bildungsprozess darin stecken könnte, ohne dem Kind vorschnell ein fertiges Lernziel zuzuschreiben.
Notiert einen möglichen Raum, Material und eine verantwortliche Person. Der Impuls bleibt ein Angebot, kein Stundenplan.
Klärt, was von Kindern kam, wobei sie entscheiden und welche Ausdruckswege sie nutzen können.
Haltet nach der Woche fest, was aufgegriffen wurde, was sich verändert hat und welche Beobachtung weiterführt.
Fachliche Grundlagen: Bildungsgrundsätze NRW und Berliner Bildungsprogramm.
Die interne Teamseite
Die erste Seite bleibt im Team. Sie sammelt keine individuellen Entwicklungsdaten, sondern Themen und pädagogische Entscheidungen auf Gruppenebene. Für Beobachtungen zu einzelnen Kindern nutzt ihr eure geschützten Dokumentationsverfahren.
Ihr braucht nicht jede Zeile um jeden Preis zu füllen. Wenn aus einer Beobachtung für Mittwoch kein eigener Impuls entsteht, bleibt das Feld leer. Die Planung soll Denken unterstützen, nicht Beschäftigung produzieren.
Bewusst fiktives Beispiel
Mehrere Kinder leiten nach einem Regentag Wasser mit Stöcken über den Boden. Statt sofort eine fertige Wasserwoche festzulegen, hält das Team zuerst diese Beobachtung fest und plant einen veränderbaren Impuls.
Beobachtung: Die Kinder bauen Wasserwege. Absicht: Gefälle, Flussrichtungen und gemeinsames Konstruieren erfahrbar machen.
Rinnen, Becher und Bretter liegen draußen bereit. Die Kinder wählen Material und Verlauf, das Team klärt den sicheren Rahmen.
Auf Seite 2 steht nur „Wir erforschen Wasserwege“ und, falls nötig, ein Mitbringhinweis. Interne Deutung und Zuständigkeit bleiben im Team.
Das Team hält fest, was die Kinder verändert haben, welche Frage blieb und ob daraus ein nächster Impuls entsteht.
Die zweite Seite
Die öffentliche Ansicht zeigt pro Wochentag einen kurzen Wochenhöhepunkt und ein optionales Symbol. Hinzu kommen nur notwendige Mitbringhinweise und Änderungen. Der feste Hinweis macht sichtbar, dass Interessen der Kinder, Wetter und Alltag den Ablauf verändern können.
Interne Deutung, Zuständigkeiten, individuelle Anpassungen und Reflexion bleiben auf Seite 1. Namen, Diagnosen, Fotos, Abwesenheitsgründe und Personaldaten gehören nicht auf diese Wochenansicht. Wer eigene Bilder ergänzt, prüft Zweck, Empfängerkreis und die Regelung des Trägers. Auch ein Aushang im Eingangsbereich kann für Außenstehende einsehbar sein.
Der Plan ersetzt keine fristgebundene oder individuelle Elterninformation. Wenn eine Ausflugszeit verbindlich ist oder ein Kind etwas Bestimmtes benötigt, nutzt zusätzlich den vorgesehenen Kommunikationsweg eurer Einrichtung.
Kindzentriert planen
Ein Wochenplan kann Orientierung schaffen, ohne Kindern ein Erwachsenenprogramm überzustülpen. Der Unterschied liegt darin, wo die Idee herkommt, welche Entscheidungen offen sind und ob das Team auf neue Interessen reagieren darf. Schreibt deshalb nicht nur auf, was stattfinden soll, sondern auch, was von den Kindern kam und wobei sie mitentscheiden.
Beteiligung bedeutet nicht, dass jede organisatorische oder sicherheitsrelevante Entscheidung abgegeben wird. Macht Grenzen verständlich und sucht innerhalb des Rahmens nach echten Wahlmöglichkeiten. Weitere Praxisbeispiele findest du im Leitfaden zur Partizipation und in der Übersicht der Bildungsbereiche.
Vier typische Fehler
Wenn jede Aktivität schon vor der Beobachtung feststeht, wird aus pädagogischer Planung ein Stundenplan. Lasst Angebote veränderbar und macht spontane Interessen sichtbar.
Zuständigkeiten, pädagogische Deutung und Anpassungen gehören auf die interne Seite. Der Aushang enthält nur das, was Kinder und Eltern für die Woche wirklich brauchen.
Arbeitszeiten, Pausen, Abwesenheiten und Mindestbesetzung sind Personaldaten und erfüllen einen anderen Zweck. Nutzt dafür eure Dienstplanung.
Eine ausgefüllte Tabelle ist noch kein Lernkreislauf. Der kurze Wochenrückblick verbindet die nächste Planung wieder mit dem, was tatsächlich passiert ist.
Klein starten
Wählt für den ersten Durchlauf eine Gruppe und eine normale Woche. Geht die interne Seite gemeinsam durch und klärt, welche Begriffe bei euch missverständlich sind. Legt fest, wo die Datei gespeichert wird, wer sie koordiniert und wann ihr den kurzen Rückblick besprecht.
Prüft nach einigen Durchläufen nicht nur, ob alle Felder gefüllt sind. Fragt, ob die Planung tatsächlich aus Beobachtungen entstand, ob Kinder Einfluss hatten und ob der öffentliche Teil verständlicher wurde. Streicht Felder, die euer Team nur mechanisch füllt, aber behaltet die Trennung zwischen interner Planung und Aushang bei.
Für andere Aufgaben nutzt ihr bewusst andere Werkzeuge. Das Dienstplan-Toolkit plant Personalbesetzung und Arbeitszeit. Das Aushänge-Jahrespaket bündelt Elterninformationen und Terminvorlagen. Beides ersetzt nicht die pädagogische Wochenplanung auf dieser Seite.
Dienstplan-Vorlage für die Kita
Wochenübersicht für Dienste, Pausen und Stunden als eigenes Personalwerkzeug.
Kostenlos ansehenTeamsitzung-Agenda
Tagesordnung, Beschlüsse und Warm-up-Ideen auf einer Seite.
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30 Prüfpunkte und ein Aktionsplan für die gemeinsame Bestandsaufnahme.
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